Bürgerverein

Blickpunkt

Blickpunkt

Der erste Blickpunkt erschien im 3. Quartal 1975 und
danach 3 mal im Jahr

Er enthielt Mitteilungen und Veranstaltungstermine für Brand

Die Verteilung erfolgte ab Juni 2014 kostenlos mit "Noits op d'r Brand"

und ist nun ab Februar 2017 darin integriert, so dass die Informationen
alle zwei Monate erscheinen

Zusätzlich liegen weitere Exemplare im Bezirksamt, bei der
Aachener Bank, der Sparkasse Brand und bei den Mitgliedsgeschäften
der IG Handel, Handwerk und Gewerbe aus.



August 2019

Neue Brander Flaggen

Aufgrund einiger Nachfragen hat der Bürgerverein Brand erneut große Hängefahnen mit dem Brander Wappen beschafft.
Die Flaggen in der Größe 100 x 200 cm können zum Selbstkostenpreis in Höhe von 45,00 Euro pro Stück
im Bezirksamt-Brand zu den üblichen Öffnungszeiten erworben werden.
Es sind darüber hinaus noch wenige Restexemplare der kleinen Flagge mit der Größe 80 x 120 cm erhältlich (35,00 €).

 

Der Graf, die Pferderennbahn und die Bücherinsel

Was haben Dingle in Westirland und Aachen-Brand gemeinsam? Auf diese Frage ist Christoph Laschet aus Raeren bei einer Reise auf die grüne Insel zufällig gestoßen und hat die Antwort in einem Buch des Autors Pat Neligan gefunden. Der studierte Historiker beschreibt in seinem Werk mit dem Originaltitel „The Knaves of Trumps“ das abenteuerliche Leben des in Dingle aufgewachsenen Grafen James Louis Rice, der im Jahre 1780 nach Aachen kam, um hier eine Pferderennbahn mit Gestüt zu errichten. Von dieser wahren Geschichte war Laschet so begeistert, dass er sich dazu entschloss, das Buch ins Deutsche zu übersetzen und so nach Aachen zu bringen. Dabei konnte er auf die Unterstützung des Englischlehrers Helmut Feuerriegel bauen. Außerdem hatte sich der Geschichtskreis des Bürgervereins Brand bereits eingehend mit dem Rennbahnprojekt des Grafen Rice in der abteilichen Zeit (1780 bis 1789) beschäftigt und in ausführlichen Berichten von Dr. Helmut Gabel, Egbert Drese und Leo Förster in den „Heimatkundlichen Blättern“ der Jahre 2000 bis 2004 und 2008 veröffentlicht, auf die Pat Neligan für sein Buch zurückgreifen konnte.
Bei einer Lesung in der Brander Bücherinsel wurde nun das Buch in der englischen Fassung und der deutschen Übersetzung der Öffentlichkeit vorgestellt. Auf Einladung von Christoph Laschet und seines Arbeitskreises war das Ehepaar Neligan aus Irland angereist, um sich die Schauplätze der von ihm verfassten Biographie einmal mit eigenen Augen anzuschauen und die Heimatkundler kennen zu lernen, die mit ihren Rechercheergebnissen vor Ort einen wichtigen Beitrag zu dem Werk geleistet haben. So konnte er die Brander Örtlichkeiten wie Gut Neuenhof und des ehemaligen Gutes England sowie das Gebiet der Brander Heide bei einer Führung durch Hermann Schümmer in Augenschein nehmen. Er zeigte sich begeistert von Aachen, dem Rathaus, dem Dom aber vor allem von den Menschen, die ihm bei seinem Besuch begegnet sind. „Aachen ist eine großartige Stadt, über der immer noch der Geist von Karl dem Großen steht“, beschrieb er seinen Eindruck und bekannte sich zur europäischen Idee.

Obwohl für die Lesung kaum Werbung gemacht worden war, füllte sich der große Leseraum der Bücherinsel so schnell, dass die ehrenamtlichen Helfer um den Leiter Michael Ziemons Mühe hatten, genug weitere Stühle herbeizuschaffen. Die Anwesenden wurden abwechselnd mit englischen und deutschen Auszügen des Buches unterhalten. Die deutsche Ausgabe mit dem Titel „Graf James Louis Rice, der Mann, der die Wiege des Aachener Reitsport schuf“ ist sogar 80 Seiten stärker als das Original, da Laschet noch einige zusätzliche Informationen zu der Episode über Brand einpflegen konnte. „Das Buch beschreibt ein Leben mit vielen Facetten, beteiligte sich der Graf doch gerne an Wetten, Duellen und sogar an der Befreiung der französischen Königin Marie Antoinette aus dem Gefängnis in Paris“, fasst Laschet den Inhalt zusammen. „Es zeichnet ein authentisches Sittengemälde von Europa im 18. Jahrhundert“.

Auch wenn es dem vermeintlichen Engländer (er war Ire) Rice während seines neun Jahre andauernden Aufenthalts nicht gelungen war, die Rennbahn tatsächlich in Betrieb zu nehmen, so hat er doch Spuren in Brand hinterlassen. Nicht zuletzt der Name Gut England ist auf ihn zurück zu führen. Gewohnt hat er auf dem Gut Neuenhof, das heute zwischen Debyestraße und der A 44 liegt. Während der Rat der Stadt Aachen ihm kein Grundstück verkaufen wollte, war ihm in Brand ein Pachtvertrag für einen Zeitraum von 100 Jahren ermöglicht worden. „Graf Rice hat in Aachen die Basis für den Reitsport geschaffen“, ist sich der Übersetzer Laschet sicher. Tatsächlich wurden die ersten Pferderennen ab dem Jahr 1821 in der Brander Heide veranstaltet. Sogar einen großen Preis von Aachen hat es schon gegeben, bevor das Mekka des Pferdesports in der Soers die endgültige Heimat gefunden hat. Selbstverständlich signierte der aufgeschlossene Ire nach der Lesung seine Bücher auf Wunsch mit einem Gruß auf Gälisch und plauderte noch lange mit den Gästen bei einem Gläschen Guinnes.
Wolfgang Sanders

Die deutschsprachige Ausgabe ist erhältlich zum Preis von 20 Euro im Brander Buchhandel.

 

v. l. Christoph Laschet, Pat Neligan, Bezirksbürgermeister Peter Tillmanns, Egbert Drese und Hermann Schümmer (Bürgerverein Brand e.V.)

Foto: Wolfgang Sanders

Dr. Michael Ziemons bei seiner Begrüßungsansprache in der Bücherinsel

Foto: Ewald Kreus

De Dochfabrik Becker is nu Jeschicht

Völl Bauschutt litt op et Becker-Jeländ,
domet is och de letzte Dochfabrik va Oche an et Eng.
Wo me fröijjer et Rattere va de Wävstöhl hoot,
hange nu decke Wolke va Stöpp en de Loot.
Jruuße Bagger maache alles platt,
wat de Fabrik fröijjer uusgemaat hat.

Menich enge hat de Trone en de Ore,
at wier jeht e Stöck Jeschicht op dr Brand verlore.
Soch me va Kruttes övver et Tal noh Brand,
wood de Becker Fabrik met dr Schornstee jau erkannt.

1927 dr Wilhlem Becker de Fabrik  jejrönt hat
än onger häm fonge emmer Modernisierunge statt.
1998 Becker de insolvente Dochfabrik Führen övvernohm,   
än kot doför at de Firma Palla Creativ dozo kom.

Wie en Familich hau Becker de Firma jeleit,
un sing Lü beij Huchzitte, Doof un och bes an et Eng betroit.
Ävver och för de Ongerstützung van Vereine un soziale Zwecke op Brand,
woor de Firma Becker allen bekannt.
Fierde de Schötze eh Foschbech hön Fess,
Becker de Firma des Mondes jeschlouße lässt.

1970 komme dozu noch Betriebe öm Glauchau un Merane,
un beij Becker su insjesamt 4400 Lü Arbeit fande.

2005 wood de ieschte Insolvenz dörchjemaaht,
un dat hat de Hälfde van de Lü öm Bruut än Luhn jebraht.
Op dr Brand wore do noch 185, en Palla 450 un en Litaue noch 200 Lü.
De zweijde Insolvenz erwischte 2009 och sie.
De Weltwirtschaftskris wor schold,
un och, weil de Lü net mieh all di Luxusjüter woue.

Dörch dr Wettbewerb en Europa un en de Türkei.
wor et 2012 och för de Firma Becker vorbeij.
Donnechdes öhm 13.28 Uhr erfuhre 179 Lü,
ab hü jett et de Firma Becker net mieh. 

Met dr Verkouf va de Winterkollektiun hau me noch jet Zitt,
ävver dr 30. September 2012 wor et esu witt.
För emmer schlouße sich de Werkstore,
un en 85jöhrijje Dochmacher-Jeschicht jeng verlore.

Op et Becker-Jeländ entstönd nöij Wohnnunge för dr Brand,
zur Erennerung weede se "Dochmaacher-Veddel" je
nannt.   



Doris Müller





Juni 2019

Brander Taler unterstützt die Brander Senioren

Brander Taler unterstützt die Brander Senioren

Brand verdankt Anna und Oliver Drews eine eigene „Währung“: Den „Brander Taler“.
Er wurde 2007 als Rabattsystem der drei familiengeführten Apotheken geschaffen und ist bei den Kunden sehr beliebt.
So können die Taler bei teilnehmenden Geschäften in Brand eingelöst werden.
Dabei symbolisiert der Brander Taler einen Gegenwert von 50 Cent .
In den drei Apotheken selbst kann für unterschiedliche Brander Taler-Beträge vom Thermometer bis zur Bluetooth-Box oder aus einem speziellen Angebot für Kinder ausgewählt werden.

Jetzt haben Anna und Oliver Drews sich eine ganz besondere Aktion einfallen lassen:
Die Kunden der Vennbahn-, Donatus- und Roland-Apotheke können zukünftig die Aktion „Brander Senioren bleiben mobil“ des Bürgervereins Brand unterstützten.
Wie das geht? Der Brander Taler kann ab jetzt auch – und darauf weisen die Mitarbeiterinnen und Flyer in den Räumen der Apotheke hin – als eine Gabe für das Projekt „Brander Senioren bleiben mobil“ verwendet werden.
Und die ersten 200 Euro geben Anna und Oliver Drews aus ihrem privaten Portemonnaie.

Das Projekt des Bürgervereins Brand gibt es inzwischen seit dreieinhalb Jahren und es wird von mobilitätseingeschränkten Senioren rege genutzt.
Zudem ist es wichtig zu erwähnen, dass es bei dem kostenlosen Fahrdienst nicht allein darum geht, dass die ehrenamtlichen Fahrer die Senioren von Zuhause zu ihren Zielen bringen.
Bei Bedarf unterstützen und begleiten sie den Fahrgast auch, etwa die Treppe bei der Arztpraxis zu bewältigen oder den Einkauf in die 2. oder 3. Etage zu tragen.

Die Fahrten mit dem Seniorenmobil sind für den Fahrgast kostenlos.
Allein eventuell anfallende Parkgebühren, muss der Fahrgast übernehmen.

„Brander Senioren bleiben mobil“ wird über Zuwendungen und durch den Bürgerverein Brand finanziert.
Selbstverständlich freut sich der Bürgerverein über Spenden, mit denen der Bestand des Projekts unterstützt wird.

 

Foto Wolfgang Sanders

Die Brander Naturschutzgebiete

Archiv BÜV

Die Brander Naturschutzgebiete und ihr Erhalt
Der Arbeitskreis „Natur und Umwelt“ im Bürgerverein Brand
Im Arbeitskreis arbeiten Brander Bürgerinnen und Bürger seit Jahren ehrenamtlich dafür, die schöne Umwelt unserer näheren Umgebung erlebbar zu machen.
Das gilt besonders für die direkt vor unserer Haustüre liegenden Naturschutzgebiete (kurz NSG) „Brander Wald“ und „Indetal“.
In Abstimmung mit der zuständigen Unteren Landschaftsbehörde der Stadt Aachen und der Naturschutzstation Aachen wurden Wanderwege ausgewiesen sowie einige Bänke und Tore aufgestellt, um die Natur erleben zu können.
Im Laufe des Jahres werden vom Arbeitskreis regelmäßige Arbeiten wie z. B. die Pflege der Bänke und Tore, der Pflegeschnitt entlang einiger Wege, das Müllsammeln an der Grachtstraße oder die Beseitigung des Indischen Springkrauts (invasive Himalaya-Pflanzen) durchgeführt. Auch am Brander Wanderwegenetz (Karten gibt es im Bezirksamt und im Internet) gibt es immer etwas zu tun.
Und im Herbst wird mit Unterstützung des Nabu Aachen und einer Jugendgruppe des THW der beliebte Grachter Apfelsaft hergestellt und für einen guten Zweck verkauft.

Probleme in den Naturschutzgebieten
Das Betreten der Naturschutzgebiete ist nur unter Beachtung der Verhaltensregeln (s. Infokasten) erlaubt. Leider werden diese Regeln von Spaziergängern, Wanderern und Sporttreibenden nicht immer beachtet.
Beim Verlassen der befestigten Wege durch Menschen und freilaufende Hunde betritt man ohne Erlaubnis fremden Grund und Boden.
Das Begehen der – ohnehin kleinen – Schutzzonen hat erhebliche negative Auswirkungen auf die Tierwelt, zumal die Störungen oft mehrmals(!) am Tag geschehen:
Vögel werden bei der Brut gestört, die Tiere bei der Aufzucht ihrer Jungen behindert und Jungtiere verscheucht.
Im Indetal wurden sogar zwei Rehkitze von Hunden gerissen. Und in der kalten Jahreszeit kann der Energieverlust der Tiere durch mehrfache Flucht zum Verhungern führen.

Naturschutzgebiet Indetal
Das Naturschutzgebiet Indetal erstreckt sich auf Brander Gebiet beiderseits der Inde von der Bilstermühler Straße bis fast zur Elgersmühle.
Nachdem nun die ZEELINK-Pipeline das NSG verschont, wird die Stadt mit weiteren Maßnahmen verstärkt auf die Einhaltung der Regeln hinweisen.
Besonders der sensible bachnahe Bereich der Inde soll Tabuzone bleiben.
Allerdings gibt es in diesem NSG eine Ausnahme: Hier darf die Wiese zwischen der Grachtstraße und dem Weg zur Komericher Mühle durch die vom Arbeitskreis aufgestellten Tore betreten
und auf einem Pfade überquert werden. Natürlich gelten auch hier alle anderen NSG-Regeln wie die Anleinpflicht für Hunde.

Naturschutzgebiet Brander Wald
Der Brander Wald und das angrenzende Indetal bis Münsterbusch, gehören als Naturschutzgebiete gemäß der europäischen FFH-Richtlinie zum Natura-2000-Gebietsverbund, da hier besonders gefährdete Tiere und Pflanzen leben.
Ein Teil des NSG liegt auf dem Standort-Übungsplatz der Bundeswehr. Diese stellt auf neuen Informationstafeln die Bedeutung dieses Gebiets für den Naturschutz dar.
Um aber ihren Übungsbetrieb ohne Probleme durchführen zu können, sah sich die Bundeswehr als Hausherr gezwungen,
das Betreten ihres Geländes von Montags bis Freitags von 7 - 17 Uhr oder bei gehisster roter Flagge zu verbieten.

Der Erhalt unserer - noch - sehr schönen Umwelt ist wichtig!
Wer uns dabei im Arbeitskreis tatkräftig unterstützen möchte, ist herzlich willkommen (Kontakt: Dr. Andreas Lux: 0241/521133).

Für den Arbeitskreis
Paul Goebbels

 

Infokasten
Regeln des Naturschutzrechts:
- Wege nicht verlassen!
- Hunde immer anleinen!
- Nicht Zelten und Lagern!
- Kein Feuer machen!
- keine Pflanzen entnehmen!
- Keine Tiere stören, fangen oder töten!
- Keine Abfälle hinterlassen!
- Nicht rauchen!