Bürgerverein

Heimatkundliche Blätter

29. Ausgabe der Heimatkundlichen Blätter

Am 22. 11. 2018 hieß es zum 29. Mal ‚Herzlich Willkommen zur Ausgabe der „Heimatkundlichen Blätter“ in Aachen Brand. Weit über 200 Besucher füllten die Räumlichkeiten der Geschäftsstelle der Aachener Bank und freuten sich über ein Wiedersehen, einen unterhaltsamen Abend und vor allem natürlich auf das neue Buch, das der umtriebige Geschichtskreis im Bürgerverein Brand einmal mehr mit großer Mühe, viel Kleinarbeit und originellen Ideen und Themen gestaltet hat.
Zu Beginn des offiziellen Programms bezauberte Holzplaisir, ein Klarinettenquartett aus den vier Damen Beate Bleilevens, Gudrun Bobka, Karin Iglauer und Marianne Iglauer-Jünger, das Publikum mit dem Klassiker ‚Lemon Tree.‘

Als Vertreter der Aachener Bank begrüßten sodann Herr Jens Ulrich Meyer (Vorstand) und Frau Silke Frings (Geschäftsstellenleiterin Brand) die zahlreichen Gäste und hießen sie in ihrem Haus herzlich willkommen. Ihnen und den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle Brand sollte im Laufe des Abends noch wiederholt gedankt werden für ihre Gastfreundschaft und den schönen Rahmen, den sie unserer Veranstaltung gaben!

Lange bevor an diesem Abend der Sandmann kam, um die Nachtruhe einzuläuten, begeisterte Holzplaisir mit dem Ohrwurm Mr. Sandman, einer Melodie, die ursprünglich aus dem Jahr 1958 datiert und verschiedentlich aufgegriffen wurde.

In seiner anschließenden Rede begrüßte der Vorsitzende des Bürgerverein Brand e.V. Wolfgang Müller zunächst die Vertreter der Aachener Bank ebenso wie auch der Sparkasse Aachen – beide Geldinstitute geben der Buchvorstellung nicht nur im Wechsel einen festlichen Rahmen, sondern beteiligen sich auch großzügig an den Herstellungskosten der Heimatkundlichen Blätter. Nach der Begrüßung weiterer Ehrengäste aus Politik und Kirchengemeinden, Schulen, Institutionen und Vereinen und einem besonderen Willkommen allen Gästen an diesem Abend stellte er das neue Buch überblicksartig vor.

Hier können Sie beispielsweise lesen, wie vor über 200 Jahren im Ortsteil Freund die Steuern geschätzt wurden und welche Hausmittel Anfang des 19. Jahrhunderts zur Anwendung kamen. Die Geschichte der Eilendorfer Straße vom Dorfanger zur Gewerbe- und Wohnstraße wird von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis heute erzählt. Wie mag es den Menschen – unseren Vorfahren – in Aachen Brand am Ende des Ersten Weltkriegs ergangen sein? Auch auf diese Frage finden Sie in der neuen Ausgabe der Heimatkundlichen Blätter eine Antwort. Der Wasserversorgung in jener Zeit ist beginnend mit dem Jahr 1909 ein eigener Beitrag gewidmet. Und fragen Sie sich manchmal, wer eigentlich Paul Küpper war und warum die Schagenstraße so heißt wie sie heißt? Lesen sie es nach und freuen Sie sich schon auf weitere Erläuterungen in den kommenden Jahren.

In keiner Ausgabe darf sie fehlen: die Brander Chronik in Os Heemetsproch und in Hochdeutsch, die diesmal die Geschicke des Stadtbezirks von Oktober 2017 bis September 2018 nachzeichnet. Und auch auf die herrlichen Mundart-Gedichte von Wilma Henn dürfen Sie sich wieder freuen. Sie sind so beliebt, dass sie die Rede des Vorsitzenden unterbrechen und eine Kostprobe geben durfte – sehr zur Freude des Publikums!

Allen, die zur Entstehung der 29. Heimatkundlichen Blätter beigetragen haben, ein herzliches Dankeschön: den Autoren des Geschichtskreises, den Fotografen sowie allen, die interessantes Material zur Verfügung gestellt haben. Stellvertretend genannt sei hier Gertrud Müller. Vielleicht haben Sie auch noch das eine oder andere Schätzchen zu Hause, das interessante Geschichten erzählen kann? Dann melden Sie sich beim Geschichtskreis!

Ein herzlicher Applaus galt am Ende des offiziellen Programms auch dem Klarinettenquartett Holzplaisir, das im Laufe des Abends noch mehrfach zu hören war und für den passenden musikalischen Akzent der Veranstaltung sorgte.

Bei guter Stimmung und einer reichen Auswahl an Getränken und kleinen Köstlichkeiten dauerte es noch lange, bis sich die Gäste mit ihrem Exemplar der 29. Ausgabe der Heimatkundlichen Blätter auf den Heimweg machten.

Rita Breuer






 

Aus dem Inhalt


Das Jahrbuch „Heimatkundliche Blätter 2018“
(29. Ausgabe, erschienen am 22.11.2018, 230 Seiten, 15 Beiträge)
befasst sich wieder traditionell mit Themen, die Ereignisse und Überlieferungen aus der Historie von Brand und des Münsterländchens aufzeigen. Aber auch Dokumentationen und Berichte aus der jüngeren Geschichte finden einen Anteil in diesem lesenswerten Buch. Immer legt die Redaktion Wert darauf, durch reichliche Bebilderung den teils umfangreicheren Textbeiträgen wichtige Unterstützung zu geben.

Zum Inhalt dieser Buchausgabe ein Überblick:

Weit zurück liegen die Darstellungen aus den mittelalterlichen Rechtsbräuchen, über die wir durch die Beschreibung der „Weistümer von Cornelimünster von 1620-43“ Näheres erfahren.
Der zweite Teil als Fortsetzung aus dem Jahrbuch von 2017 „Brand auf einer Karte der Reichsabtei Kornelimünster von 1646“ führt uns abschließend an die weiteren Örtlichkeiten und Begriffe in der historischen Karte heran. Ebenfalls sehr geschichtlich geht es zu, wenn der Leser sich mit dem Artikel über „Vincenz Ferrer, ein spanischer Heiliger für Niederforstbach“, befasst, von dem in diesem Buch der Länge wegen zunächst nur ein erster Teil erscheint.

Zeitlich kommen die weiteren Beiträge näher, zum Beispiel mit Darstellungen aus dem 19. Jahrhundert über „Alte Rezepte und Mixturen für Haus- und Heilmittel“, aufgeschrieben zwischen ca. 1830 und 1878 sowie in gänzlich anderer Art die Auflistung der Freunder Einwohner mit der „Steuer-Schätzungsliste am Ende der reichsabteilichen Zeit“.

Nun erfahren wir aus der Bürgermeisterchronik von 1918 „Brand vor hundert Jahren“, wie die Situation in Brand zu dieser Zeit gewesen ist. Nach dem Ersten Weltkrieg gab es in Brand und darüber hinaus bemerkenswerte gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Entwicklungen, die in einem ersten Teil des Beitrages unter der Überschrift „Das Ende des Ersten Weltkrieges in Aachen und Brand“ beschrieben und kommentiert werden.

Heimatkundlich und ortsgeschichtlich interessant sind die Ausführungen über die „Geschichte“ der Eilendorfer Straße „... vom Dorfanger zur Gewerbe- und Wohnstraße“ sowie diese über „Das Wasserwerk des Landkreises Aachen ...“.
Die Chronik der Gemeinde Brand von 1968 schildert aus dem Jahresabschlussbericht in überarbeiteter Form die Ereignisse in Brand aus der Sicht der Verwaltung vor 50 Jahren.

Durch zwei Kurzbeiträge unter dem Titel „Persönlichkeiten im Spiegel von Namen der Straßen, Wege und Plätze in Brand“ erhalten wir Auskunft, wer die Namensgeber sind. In der ersten Folge – Fortsetzung ist jährlich vorgesehen – sind Paul-Küpper-Platz und Schagenstraße näher beschrieben.

Eingestreut sind einige Brander Mundartverse; einen traditionell festen Platz hat die Mundartchronik am Ende des etwa 220 Seiten umfassenden Buches. Diese Ausgabe ist wieder zum Preis von 10 Euro an den bekannten Verkaufsstellen zu erhalten. Zahlende Mitglieder erhalten das Buch wie all‘ die Jahre kostenlos.

Günter Kuckelmann

Buchausgabe 2018 in der Aachener Bank Brand

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

Fotos ©Ewald Kreus und Wolfgang Sanders

Erwerb

Die Broschüre ist für 10,00 € beim Bezirksamt Brand,

in der Sparkasse Brand, bei der Aachener Bank Brand

und in der Buchhandlung Brand erhältlich

Restbestände


Heimatkundliche Blätter aus den Jahren

1992, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000,

2002 bis 2014

und 2016, 2017 sind noch vorhanden.

Sonderpreis 5.00 €