Bürgerverein

Blickpunkt

Blickpunkt

Der erste Blickpunkt erschien im 3. Quartal 1975 und
danach 3 mal im Jahr

Er enthielt Mitteilungen und Veranstaltungstermine für Brand

Die Verteilung erfolgte ab Juni 2014 kostenlos mit "Noits op d'r Brand"

und ist nun ab Februar 2017 darin integriert, so dass die Informationen
alle zwei Monate erscheinen

Zusätzlich liegen weitere Exemplare im Bezirksamt, bei der
Aachener Bank, der Sparkasse Brand und bei den Mitgliedsgeschäften
der IG Handel, Handwerk und Gewerbe aus.



 

Juni 2020

Bürgerverein und Corona

Liebe Mitglieder vom Bürgerverein Brand e.V.,
liebe Leserinnen und liebe Leser,

wenn Sie diesen Artikel lesen, sind einige Tage nach meiner Texterstellung vergangen. Ich hoffe und wünsche uns allen, dass in der Zwischenzeit keine gravierenden Änderungen, insbesondere gestiegene Infektionszahlen und damit verbunden ein Anstieg der Reproduktionszahl der Coronavirus Pandemie zu verzeichnen sind.
Entschleunigen war das Schlagwort in der schwierigen Zeit. Manch einer wäre aber froh gewesen, wenn er zeitnah zumindest einen Teil von seinem hektischen Alltag zurückbekommen hätte.
Wir alle mussten und müssen immer noch
erhebliche Einschränkungen in diesen Zeiten ertragen. Ich denke besonders an unsere Seniorinnen und Senioren in Alten- und Pflegeheimen, die von ihren Familien, wenn überhaupt, nur von einer Person mit hohen hygienischen Auflagen besucht werden dürfen oder nur per Telefon zu erreichen sind. Schulunterricht kann, wenn überhaupt, nur unter der Einhaltung strenger Hygienevorschriften stattfinden. Viele Arbeitnehmer sind von Kurzarbeit betroffen, manch einer befürchtet die Arbeitslosigkeit. Geschäftsleute, die ihre Geschäfte nur eingeschränkt öffnen dürfen oder die Gastronomie, die Speisen und Getränke unter Einhaltung der Abstandsregel (1,5m) im Restaurant anbieten darf. Das bedeutet, dass die Bewirtung aufgrund des hohen Platzbedarfes nur bei ca. der Hälfte der Gäste, wenn überhaupt, möglich ist.
Die regelmäßig stattfindenden Gottesdienste im Brander „Dom“ St. Donatusund der Martin Luther Kirchekönnen nur mit hohen Auflagen und einer geringen Anzahl an Besuchern durchgeführtwerden. Uwe Loeper, unseren Pfarrer der Martin Luther Kirche, hat man nicht in seiner Kirche, sondern bei youtube zum Gespräch und Gebet auf eine Tasse Kaffee angetroffen. Auch Beerdigungen waren nur im kleinen Kreis erlaubt. In den Traueranzeigen liest man regelmäßig: „Aufgrund der derzeitigen Umstände findet die Beerdigung im Kreise der Familie statt.“
Man begegnet Menschen mit Mund- Nase Masken, die erst beim zweiten Hinsehen als Freunde oder Bekannte erkannt werden. Großer Ideenreichtum und die gute Nähkunst manch Brander Bürger sind in der Gestaltungder Masken zu erkennen.
Das Brander Vereinsleben ist auf „Null“ gefahren. Bei Sportvereinen, Karnevalsgesellschaften und in vielen anderen Vereinen findet zurzeit so gut wie kein Vereinsleben statt. Wenn überhaupt Kontakte bestehen, dann per Telefon, Mail, Facebook oder anderen sozialen Medien. Kein Theater, Kino oder die geliebte Kirmes auf dem Brander Marktplatz. Der Tanz in den Mai mit den Freunder Maijungen im Festzelt, selbst das Aufstellen des Maibaumes in Freund, eine Jahrzehnte lange Tradition, wurde abgesagt. Es fehlte lange Zeit das Feierabendbier in der Stammgaststätte. Es fehlte das Treffen mit Freunden und Bekannten. Der Kegelabend findet nicht statt. Selbst das gemütliche „miteinander Essen gehen“ im Restaurant ist zurzeit mit hohen Auflagen nur im ganz kleinen Kreis möglich. Alle geplanten Veranstaltungen mit vielen Gästen und Teilnehmern sind in dieser Zeit abgesagt und können unter den gegebenen Bedingungen nicht stattfinden. Planungssicherheit für kommende Veranstaltungen oder private Feiern, wie Hochzeit, Geburtstag und vieles mehr gibt es leider nicht. Der geplante und vielleicht schon angezahlte Urlaub ist geplatzt. Die Frage ist, können oder wollen wir in diesem Jahr überhaupt in den Urlaub fahren und wenn ja, wohin.

Das Brander „Wir Gefühl“ ist in diesen Zeiten Gott sei Dank nicht auf der Strecke geblieben. Es gibt auch in Brand viele Menschen, die spontan zu Hilfsaktionen aufrufen. Das JuB, unter der Leitung von Benedikt Dautzenberg, hat sich etwas einfallen lassen (siehe gesonderter Artikel im Blickpunkt). Angeregt von Ralf Freyaldenhoven werden mit der Organisation vom Mobilé St. Donatus Schutzmasken genäht. Außerdem bietet u.a. auch das Mobilé einen Hilfs- und Einkaufsdienst an. Das Seniorenmobil mit seinen Fahrerinnen und Fahrern vom Bürgerverein Brand steht ebenfalls für Einkäufe zur Verfügung.
Danke!!
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Menschen in Brand bedanken, die in dieser schwierigen Zeit ehrenamtlich und uneigennützig anderen Menschen helfen und mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Bedanken möchte ich mich auch bei den Damen und Herren der Freiwilligen Feuerwehr vom Löschzug Brand für die musikalische Unterhaltung, die an vielen frühen Abenden mit einem alten Schlager von Udo Jürgens „Denn immer wieder geht die Sonne auf“ gesungen von Beamten der Polizei, Feuerwehr und dem Rettungsdienst, vielen Brander Bürgern ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben.
Nicht zu vergessen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bäcker, Metzger, Lebensmittelhändler und Drogeriemärkte, die täglich auch in den schwierigen Zeiten einen guten Job gemacht haben.
Ein besonderer Dank gilt den Ärzten und Pflegern in unseren Krankenhäusern und den Pflegediensten, die sich teilweise rund um die Uhr um Kranke und Pflegebedürftige gekümmert haben. Wir können glaube ich froh sein, dass wir in Deutschland ein funktionierendes Gesundheitssystem haben. Bedanken möchte ich mich auch für ihren Einsatz bei unseren Rettungsdiensten und der Polizei. Nicht zuletzt möchte ich den Personen und Berufsgruppen danken, die ich in der Aufzählung versehentlich vergessen habe.
Regeln im Alltag
Mein Eindruck ist, dass sich die meisten Brander Mitbürgerinnen und Mitbürger an die empfohlenen Regeln im Alltag halten und somit dazu beitragen, dass zumindest in Brand, ein Verbreiten des Coranavirus eingegrenzt wird.
Aus dem Grund habe ich die Hoffnung, dass wir bald wieder zu unserem aktiven Gemeinschaftsleben zurückkehren können.
Allen Menschen aus Politik und Verwaltung, die fürEinschränkungen oder Lockerungen verantwortlich sind, wünsche ich „Augenmaß“ und eine glückliche Hand.
Bleiben Sie bitte gesund

Wolfgang Müller

 

Foto: Wolfgang Sanders

Bürgerverein und jub mit Mittagstisch-Angebot

Bürgerverein unterstützt jub bei Mittagstisch-Angebot

Auch im Brander Jugend- und Begegnungshaus „jub – das Netz“ in der Schagenstraße musste aufgrund der Corona-Situation einiges umgestellt werden. Aufgrund der von der Landesregierung verhängten Restriktionen durfte die Offene Tür ab Mitte März für die Besucherinnen und Besucher nicht mehr wie gewohnt öffnen. Kurse, Veranstaltungen und Projekte mussten abgesagt oder im besten Fall verschoben werden.
Da stellte sich die drängende Frage: „Was nun?“ oder besser „Was tun?“ Die Ehrenamtler des Hauses kamen schließlich auf die Idee, ein Mittagessen zum Mitnehmen anzubieten. „Nach einigen Telefonaten zur Klärung, ob dies überhaupt möglich wäre, wurde schnell klar: Das machen wir“, berichtet Benedikt Dautzenberg, der Leiter des jub.
Das kostenlose Angebot richtete sich an junge und erwachsene Menschen. Natürlich mussten strenge Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Dazu wurde das Café des Hauses zu einer Art Durchgangsschleuse umgebaut, Abstandsmarkierungen angebracht und Richtungsweiser auf den Boden geklebt. Die pädagogischen Mitarbeiter des Hauses nahmen dann für mehrere Wochen den Kochlöffel in die Hand.
„Das Angebot war für uns eine gute Möglichkeit, den Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen zu halten, die üblicherweise unser Haus besuchen. Wir konnten quasi im Vorbeigehen von ihnen erfahren, wie es zu Hause läuft und wie generell die Stimmung ist“, erklärt Silke Radermacher, langjährige Mitarbeiterin im jub. Aber auch Eltern, die plötzlich ihre Kinder zu Hause beschulen mussten, nahmen das Angebot als große Entlastung wahr. Eine Finanzierung des Projektes stand zwar im Raum, war aber in der ersten Woche noch nicht gesichert. Daher war das Team des jub froh, dass der Bürgerverein Brand e.V. sofort bereit war, eine Anschubfinanzierung zur Verfügung zu stellen. „Eine solche unbürokratische und schnelle Hilfe war für unsere Idee eine enorme Unterstützung! Es ist fantastisch, dass in Brand so etwas möglich ist und unterscheidet uns von anderen Stadteilen“, stellt Dautzenberg begeistert fest.
Neben dem Take-Away-Angebot kamen nach und nach weitere Ideen hinzu. Mit den für den Kostüm-Workshop des (nun verschobenen) Filmprojektes angeschafften zwei Nähmaschinen haben Ehrenamtliche des jub Mund- und Nasenschutz für Freunde und Bekannte hergestellt. Weiterhin wurde Kuchen für Menschen gebacken, die in der Corona-Zeit durch ihre Arbeit zur Bewältigung der Krise beigetragen hatten. Abgerundet wurden die neuen Angebote durch einen Basteln-to-Go-Service und einen über Youtube abrufbaren Online-HipHop-Kurs. All dies geschah immer in enger Absprache mit den Verantwortlichen der Stadtverwaltung und unter strikter Einhaltung der amtlichen Auflagen.

Seit dem 11. Mai darf das jub nun endlich wieder seine Türen vorsichtig öffnen. Nach Ausgabe von mehr als 500 Mahlzeiten in den zurückliegenden Wochen lief das Mittagstisch-Angebot am 22.Mai aus, damit sich die ehrenamtlichen Kräfte wieder ganz den Besucherinnen und Besuchern des Hauses widmen können.

Benedikt Dautzenberg

 

Silke Radermacher und Benedikt Dautzenbeg

Foto: Wolfgang Sander

April 2020

Mitgliederversammlung verschoben

Mitgliederversammlung verschoben

Bereits Anfang März dieses Jahres hatte sich der Gesamtvorstand des Bürgervereins im Bezirksamt getroffen, um unter der Leitung des Vorsitzenden Wolfgang Müller die diesjährige Mitgliederversammlung vorzubereiten. Wegen der Coronakrise musste die Mitgliederversammlung so wie viele andere Veranstaltungen leider abgesagt werden. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

Bereits am Samstag, dem 25.04.2020, möchte der Bürgerverein in Kooperation mit dem Arbeitskreis Fahrrad in Brand der Stadtteilkonferenz den zweiten Fahrradaktionstag auf dem Marktplatz und dem Park an der Eschenallee durchführen. Neben den anderen wiederkehrenden Aktivitäten der jeweiligen Arbeitskreise wird der Ausblick auf das Jubiläumsjahr 2021 besonders spannend. Schließlich soll anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Bürgervereins wieder einmal eine große Veranstaltung auf dem Marktplatz stattfinden. Dazu hat sich bereits ein Organisationsteam rund um den geschäftsführenden Vorstand gebildet und die ersten Pläne für das große Fest geschmiedet. Angestrebt wird ein Veranstaltungsrahmen, wie wir ihn bereits bei der Einweihung des Marktplatzes im Jahr 2017 erlebt haben. Es soll ein interessantes Bühnenprogramm und ein umfangreiches gastronomisches Angebot zu familienfreundlichen Preisen geben. Da dies nur unter Einbindung der Brander Vereine und der stets aktiven Ehrenamtler möglich ist, bedarf es noch vieler Gespräche und einer guten Vorbereitung. Jubiläen gibt es aber bereits im laufenden Jahr 2020, so wird die Grundschule Brander Feld zusammen mit dem JuB (Jugend und Begegnungshaus Brander Feld) am Samstag, dem 22.08.2020 ihr 20-järiges Bestehen feiern. Die Gesamtschule Brand wird im September sogar das 30-jährige Jubiläum begehen. Daher sieht es der Bürgerverein auch in Zukunft als seine Aufgabe an, die Veranstaltungstermine der Brander Vereine zu koordinieren und darüber auf seiner Homepage und dem Blickpunkt bzw. in Nöits op `r Brand zu informieren.

Wolfgang Sanders

 

Gesamtvorstandssitzung im BzAmt

Foto:Ewald Kreus

Brand steigt wieder aufs Rad

Bereits abgesagt

Brand steigt wieder auf´s Rad

Der Frühling steht vor der Tür. Daher steht am Samstag, dem 25.04.2020 in der Zeit von 10 bis 14:00 Uhr auf dem Brander Marktplatz wieder das Fahrrad im Mittelpunkt. Zum zweiten Mal organisiert der Bürgerverein Brand e.V. gemeinsam mit dem Arbeitskreis der Stadtteilkonferenz „FahrRad in Aachen-Brand“ einen Aktionstag in direkter Nachbarschaft zum Wochenmarkt. Unter dem bewährten Motto „Brand steigt aufs Rad“ werden zahlreiche Aktionen präsentiert. So können Kinder und Erwachsene auf einem von den Brander Schulen ausgearbeiteten Fahrradparcours in der Parkanlage an der Eschenallee ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Damit dies auch zu einer echten Herausforderung wird, werden Spezialfahrräder, wie z.B. Hochrad, Lastenrad oder Einrad zur Verfügung gestellt. Selbstverständlich kann auch das eigene Fahrrad dafür genutzt werden. Das Mobilé der Pfarre St. Donatus betreibt eine seit 2018 eine kleine Reparaturwerkstatt und wird Tipps für die Wartung des eigenen Fahrrads geben. VeloCity wird mit Miet-Pedelecs vor Ort sein und die erst Station am Marktplatz erklären. Polizei, Verkehrswacht und die Stadt Aachen informieren zu allen Aspekten Rund um die Sicherheit im Straßenverkehr. Darüber hinaus wird die geplante Radvorrangroute Brand-Innenstadt ein wichtiges Thema sein. VCD, ADFC und die Projektwerkstatt „Fahrradfreundliches Brand“ stellen den aktuellen Stand der Planung vor. Doch vor allem steht der Spaß am Fahrradfahren im Mittelpunkt des Aktionstags und davon sollen sich möglichst viele kleine und große Brander anstecken lassen.

Text und Fotos: Wolfgang Sanders

 

Fahrradaktionstag im April 2018

Foto: Wolfgang Sanders