Bürgerverein

Heimatkundliche Blätter

Rückblick: 30 Jahre HKBl

Streiflichter durch 30 Ausgaben „Heimatkundliche Blätter“ in 30 Jahren zeigte die kürzlich im Foyer der Sparkasse Aachen-Brand stattgefundene Ausstellung. Auf 11 Stellwänden dokumentierten rund 60 Plakattafeln einen Querschnitt durch die Zeit der Buchserie, ihrer Entstehung und Inhalte, zu der die Besucher über vierzehn Tage während der Öffnungszeiten (bis zum 29.11.) Zugang hatten.

Mit dieser von Mitgliedern des Geschichtskreises Brand gestalteten und organisierten Ausstellung erhielten die Jahrbücher die öffentliche Wertschätzung, die ihr alle Zeit von der Leserschaft über Brand hinaus gezollt wird.

Wolfgang Müller, Vorsitzender des Bürgervereins Brand, Initiator dieser Ausstellung, fand bei der Eröffnung in seiner Ansprache neben dem Dank an den Vorstand und die Geschäftsstellenleitung der Sparkasse, der Begrüßung der geladenen Gäste sowie Presse, informative Worte den Inhalt der Präsentation betreffend: „Die Idee dieser Ausstellung ist anlässlich der 30. Ausgabe der „Heimatkundlichen Blätter“ entstanden. Ich habe schon bei der (am 5. November erfolgten) Buchvorstellung gesagt, dass die 30. Ausgabe kein Jubiläum ist aber eine Erfolgsgeschichte. Männer der ersten Stunde waren Bruno Kreus, damals Leiter des Arbeitskreises, Herbert Bücken, damals Vorsitzender des Bürgervereins und Günter Kuckelmann, der mehr für die Vorlagenerstellung, Schreibarbeiten und drucktechnischen Angelegenheiten verantwortlich zeichnete.“

Schließlich kamen Dank und Lob dem Geschichtskreis für die jahrelange so ausgezeichnete Arbeit – insbesondere an den Ausgaben immer wieder aufs Neue – nicht zu kurz. Dass der Vorstand des Bürgervereins den Wert der Beschäftigung mit der Brander Heimatkunde durch den Geschichtskreis zu schätzen weiß, unterstrich Wolfgang Müller auch, als er die persönliche Anerkennung bei den anwesenden Mitarbeitern dieses Kreises in seiner Ansprache zum Ausdruck brachte.

Der kleine Rundgang durch die Ausstellung entlang der ansprechend farbig gestalteten Plakatwände von Nr. 1 bis 11 vertiefte die Geschichte der Buchserie, die in 1989 mit der Idee, ein Jahrbuch herauszubringen, geboren war. Etwa 5 500 Seiten wurden seit der ersten Ausgabe in 1990 gedruckt, die 460 Text- und Bildbeiträge von 83 Autoren umfassen. Auf sechzig Plakaten wurde nun sozusagen die „Lebensgeschichte“ dieser Serie mit Nennung von Verfassern und Schwerpunktthemen dargestellt. Kurz gefasste Text-/Bildauszüge aus sechzehn beispielhaft ausgewählten Büchern verschiedener Jahre konnten dem Betrachter rasch einen Eindruck vermitteln.

Die seit frühestem Zeitpunkt bereits beteiligten Mitglieder des Arbeitskreises „Os Heemetsproch“ fanden auf separaten Plakaten ebenso Beachtung und Erwähnung, wie auch Beispiele der Brander Mundart dargestellt waren. Schließlich informierten Auszüge einiger Presseberichte über verschiedene Buchvorstellungen der Vergangenheit in der Aachener Bank (ehemals Volksbank Aachen Süd) und Sparkasse Aachen.

In einer Schauvitrine wurde eine Auswahl vor allem der ersten Buchausgaben vorgestellt mit dem Hinweis, dass bei Interesse aus einem Restbestand noch Exemplare zu bekommen sind. (Kontakt: Hermann Schümmer, Leiter des Geschichtskreises, Tel. 52 63 85).

Text: Günter Kuckelmann

 

30. Ausgabe "Heimatkundliche Blätter"

Die Vorstellung fand am Dienstag, 05.11.2019

Das Jahrbuch „Heimatkundliche Blätter 2019“ ist die dreißigste Folge seit der Erstausgabe in 1990. Es wurde am 5. November 2019 vorgestellt mit einem Vorwort vom Vorsitzenden des Bürgervereins Wolfgang Müller, bei dem er auf die Geschichte der Buchserie in 30 Jahren eingeht, die Schwerpunkte der Themen streift, und die beteiligten Mitarbeiter des Geschichtskreises und Autoren herausstellt.


Nachfolgend wird der Inhalt des aktuellen Buches (232 Seiten), in der Reihenfolge der Einbringung der 16 Themen in diese Ausgabe wie ein Kurzbericht aufgelistet:

Der Artikel „Altes Brauchtum: Brautwerbung und Heirat in früheren Zeiten“ von
Günter Kuckelmann geht auf schriftliche Überlieferungen aus der Zeit ab der Mitte des 19. Jahrhunderts ein.

Es folgt eine reich bebilderte Schilderung der auf dem alten Friedhof in Kornelimünster
vorhandenen Grabsteine und aufgefundenen Relikte, meist Inschriften aus dem 17. und 18. Jahrhundert, als „Zeichen unserer gemeinsamen Geschichte“, verfasst von Hermann Schümmer.

Der zweite Teil „Das Ende des Ersten Weltkrieges in Aachen und Brand“ von Egbert Drese kommt abschließend auf den wirtschaftlichen Aspekt, die Staatsverschuldung, die Geldentwertung und den Beginn der politischen Demokratie auch in Brand zu sprechen.

Traditionell wird Brand vor 100 Jahren mit der Chronik des Jahres 1919 der Bürgermeisterei Brand fortgesetzt.

Heimatkunde spricht aus der Darstellung der Geschichte der Brander Freilichtbühne im Rollefbachtal durch die „Theaterfreunde“ aus Brand seit der Gründung im Jahr 1903; recherchiert und niedergeschrieben von Hermann Schümmer.

Brander Mundart mit den Reimversen „Os Klima“, die der verstorbene Jac Moll in 2001 geformt hatte, teilen den Übergang zum nächsten Beitrag.

Zeitzeuge Franz Bremen hat eine unter dem Titel „Zeitsplitter der 1940er Jahr in Brand“ aus der
Kindheitserinnerung niedergeschriebene und von Günter Kuckelmann bearbeitete Text- und
Bilddokumentation eingebracht. Hier werden die Ereignisse des am Ende des letzten Krieges in Brand erfolgten Ereignisse in kurzen Schilderungen dargestellt.

Teil 2 der kleinen Serie „Persönlichkeiten im Spiegel von Namen der Straßen, Wege und Plätze in Brand hat Michael Schmidt eingebracht und die Namensgeber für die Dr.-Josef-Lamby-Straße sowie die Dr.-Bernhard-Klein-Straße beschrieben.

„Brander Flurnamen – eine Zusammenstellung aus dem Jahr 1935“ lautet die Forschungsarbeit
von Franz-Josef Kall. Das dem Buch beigegebene Faltblatt zeigt einen farbigen Übersichts-Handriss der Bürgermeisterei Brand aus 1825.

Wiederum ein Lied, diesmal „Wo hier vor vielen Jahren“, des Dionys Bartz mit Text Noten auf einer Seite wurde eingefügt.

Ein Beitrag unter „Gedenken der jüdischen Bevölkerung in Brand an einem deutschen Schicksalstag vor 80 Jahren“ von Ewald Kreus mit Darstellung von Stolpersteinen auf der Trierer Straße erinnert an die schlimme Zeit der Verfolgung von Brander Juden.

„Die gesellige Brander Gastronomie vor 50 Jahren (1969)“ soll die ehemaligen Gastwirtschaften in Brand als Überblick in Text und Bild von Jürgen Molitor erfassen.

Überarbeitet wurde die Chronik des Jahres 1969 der Gemeinde Brand, womit praktisch ein Jahresbericht der Bürgermeisterei dieser Zeit zu lesen ist.

Der Artikel „Ein spanischer Heiliger für Niederforstbach“ von Peter Fleck bringt in Teil 2 Aspekte zu der Frage: Wie kam die sogenannte Erdbebenkapelle zu ihrem außergewöhnlichen Patron?

In Brander Mundart und Hochdeutsch finden wir nun eine Gegenüberstellung von Hermann Josef Geilen der Verse „Kleng Oorsache/Kleine Ursache“.

Schließlich beendet die Brander Chronik 2018/2019, oder was sich in Brand von Oktober 2018 bis September 2019 ereignete, vom Arbeitskreis „Os Heemetsproch“ auf 34 Seiten, zusammengestellt von Doris Müller und Michael Schmidt, in Mundart und Hochdeutsch mit reichlicher Bebilderung die Artikelfolge.

Günter Kuckelmann

 

Foto: Wolfgang Sanders

Foto: Ewald Kreus

Foto: Ewald Kreus

Foto: Ewald Kreus

Foto: Ewald Kreus

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Fotos: Wolfgang Sanders und Ewald Kreus

Erwerb

Die Broschüre ist für 10,00 € beim Bezirksamt Brand,

in der Sparkasse Brand, bei der Aachener Bank Brand

und in der Buchhandlung Brand erhältlich

Restbestände


Heimatkundliche Blätter aus den Jahren

1992, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000,

2002 bis 2014

und 2016, 2017 sind noch vorhanden.

Sonderpreis 5.00 €